Violas kleine Geschichte

April 4th, 2010 by admin


Was macht den Unterschied zwischen billig und teuer aus? Zunächst  ist es das Äußere, aber ebenso wichtig sind Charme, Bildung, Sprachkenntnisse und Intelligenz. Schließlich will er es seriös. Zugleich versteckt er sich feige. Das bedeutet, dass das Gewerbe für Außenstehende keinesfalls erkennbar sein darf.  Alles andere würde sein Renomée ruinieren. Ob im Hotel oder in der Bar, sie muss für ihn ein Gewinn sein. In der Lage sein, ihm die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu zeigen, auf Vernissagen wie bei Konzerten vorzeigbar und  bei Geschäftsessen mehr als nur mit Messer und Gabel essen können, sich beim Trinken zurückhalten, das ist entscheidend!  Die richtigen Fragen stellen.

Wenn ich es schaffe, dass er sich mit mir zwanzig Jahre jünger fühlt, wenn andere Männer ihn beneiden, habe ich gewonnen – und er sein Geld gut angelegt. Schließlich hat er ja auch lange genug im Internet gesurft,  Sedcards studiert, es ist ja so leicht, und es steigert die Vorfreude  beim Aussuchen seines privaten Sex-Idols.

In der Lobby des Hotels fängt es so an: Vom Internet kennt er den Preis und weiß wie ich aussehe. Gespannt sitzt er an der Bar oder in der Lobby und erwartet meinen großartigen Auftritt. Die Dame könnte nun endlich mal erscheinen! Denkt er noch ganz mit Chefattitüde!

Schließlich ist er nicht irgendwer! Die vom Escort-Service haben ihm glaubwürdig versichert, dass ihre Mitarbeiterinnen pünktlich sind. Und nicht nur das! Trotzdem, überlegt er unruhig, besser, er hätte sich ihre Handynummer geben lassen. Bei jeder attraktiven Dame, die die Lobby betritt, fragt er sich:

Ist sie das oder nicht? Und wenn sie es ist, wie soll er sich ihr zu erkennen geben? So dass sie es merkt, diskret! Lächeln? Reicht das? Jetzt bloß keinen Fehler machen! Sollte er lässig die Hand heben? Nur ganz leicht natürlich! Und was, wenn es die Falsche ist? Das wäre peinlich! Er denkt, eigentlich müsste es die sein. Dem Bild nach könnte es sein. Groß, blond, attraktiv, schlank, chic gekleidet. Ihr Ausschnitt lässt tief blicken. Was ist mit ihren Fingernägeln? Wie lang? Hm, zweifelt er sichtlich, sehr lang und rot sind sie, aber…, es ist unmöglich, sicher zu sein!

Und das Gesicht? - forscht er weiter, ist es zu aufdringlich  geschminkt, der Ausdruck zu geschäftsmäßig? Im Gegenteil, sie lächelt unschuldig. Mein Gott, was hat die für eine Haut! Und die schimmernden Haare! Die leuchtend blauen Augen, die ganze Figur!  Wie die sich bewegt! So sieht doch so eine nicht aus! Das kann sie nicht sein, beschließt er unsicher. Aber was sucht die dann hier? Sie ist alleine! Obwohl, wenn er an das Foto denkt, könnte es doch sein. Was ist, wenn er sie jetzt anspricht?  Soll sie doch selber…, er ist schließlich der Kunde und hat  bezahlt. So gesehen  ist das eigentlich nicht sein Problem! Wenn sie jetzt nicht kommt, beginnt er seinen ehrenhaften Rückzug, dann lass ich die Buchung einfach stornieren!

Weiß der Himmel wie, aber sie erkennt ihn, als würde sie einen alten Bekannten treffen. Quer durch die ganze Lobby kommt sie wie selbstverständlich auf ihn zu!

Hi!’ sagt sie und lächelt entwaffnend, ‘ich bin Viola!’ Küsschen links, Küsschen rechts! Jetzt geht es darum, wie sie sich bewegt, wie sie spricht, lacht, die Haare wirft, wie sie ihre Hand auf seinen Arm legt. Wie sie duftet und strahlt. Es geht unausgesprochen darum, dass sie gleich intim und Dinge tun werden, die er bei altbekannten Partnerinnen  nicht wagt. Er findet sie auf Anhieb total sexy. Sie übersieht dafür geflissentlich seinen Ehering - wenn er ihn nicht schon vorher abgenommen hat - und er verknallt sich sofort in sie!

Wenn sie hält was sie verspricht, dann könnte man doch eine liebe Gewohnheit daraus machen,… denkt er schon weiter, schließlich ist er öfter geschäftlich hier.

Sie erwähnt, dass sie aus Hamburg stammt, unterhält ihn ohne viel zu sagen! Die Zeit vergeht ihm wie im Flug! Es ist angenehm mit ihr, denkt er zwischendurch, was hat sie für schöne blaue Augen. Und schon ist er überzeugt, die  Eroberung der Stadt gemacht zu haben. Wie zufällig streifen ihre Nylons sein Knie, zum Dank zieht er ab sofort seinen Bauch ein. Sie zeigt ihm, dass sie ihn  unwiderstehlich findet, und dass er sie verführt. Obwohl er natürlich voraussetzt, dass sie all seine Wünsche erfüllt. Aber das macht die Sache nicht leichter, es ist gefährlich jeden Wunsch erfüllt zu bekommen. Sie lässt nicht die geringsten Zweifel aufkommen, sprüht vor Esprit und guter Laune, das reißt ihn mit.

‘Hast du erotische Träume’? flüstert sie und lächelt unergründlich.

‘Ja natürlich‘, antwortet er ebenso leise. Sie lächelt verständnisvoll und gibt ihm das Gefühl, dass seine Träume auch ihre  sind. Sie ist ja soo aufgeschlossen, so glücklich gerade ihn gefunden zu haben. Es macht ihr  Spaß ihn erregt zu sehen. Dann kommt ihm   der  Gedanke, -  er lehnt sich dabei zurück, -  dass Frauen so etwas auch  spielen können.  Als ob sie seine Gedanken liest, haucht sie:  ‘Dir wird das gut tun!’  und zerstreut seine Bedenken.

Sie lächelt so verführerisch.

Dann dinieren sie, nehmen ein, zwei Drinks. Mutig geworden fragt er, ob sie Strapse trägt! ‚Halterlose‘  versichert sie und strahlt ihn an. Es ist ihr Job. Das sagt sie aber nicht. Es ist ihre Phantasie, ein Geschenk an ihn zu sein, und zwar von Kopf bis Fuß, es geht um die ganze Frau! Nicht um den Körper allein oder das eine Teil davon. Sie  wird mit ihm ins Bett gehen wann immer er möchte, und tut doch so, als sei sie schwer zu haben. Er muss sie erobern. Das erhöht den Spaß, sie sorgt dafür, dass er auf jeden Fall seine Bestätigung und Illusion hat. Nur, er muss dafür bezahlen. Aber das war vorhin, ist abgebucht und längst vergessen.

 


Escort-Lady Viola aus MünchenEscort-Viola

 

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